Kooperationspartner

Seit vielen Jahren arbeitet die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften eng mit einer Reihe von Kooperationspartnern zusammen.

Bereits auf das Jahr 1962 geht die Zusammenarbeit der Historischen Kommission mit dem Bundesarchiv zurück, mit dem man bis 1990 gemeinsam die "Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik" ediert hat. Anschließend haben die Partner von 2005 bis 2007 die Retrodigitalisierung dieser zeitgeschichtlichen Quellenedition realisiert. Bis heute geben die Kommission und das Bundesarchiv gemeinsam die "Akten der Reichskanzlei. Regierung Hitler 1933–1945" heraus. 2012 ist der Band für das Jahr 1939 erschienen.

Seit Anfang der neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts existiert die Zusammenarbeit mit der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns bei der Herausgabe der "Protokolle des Bayerischen Ministerrats 1945–1954". Seit dem Jahr 2000 geben die Partner gemeinsam auch die "Protokolle des Bayerischen Staatsrats 1799–1817" heraus.

Ebenfalls auf den Beginn des neuen Jahrtausends geht die strategische Kooperation zwischen der Abteilung Neue Deutsche Biographie/Deutsche Biographie der Historischen Kommission mit der Bayerischen Staatsbibliothek zurück. Am Anfang stand das digitale Register zu Allgemeiner Deutscher Biographie (ADB) und Neuer Deutscher Biographie (NDB), das 2002 online zur Verfügung stand. Auf der Grundlage weiterer erfolgreich zusammen gestellter DFG-Anträge ist daraus mittlerweile unter "Deutsche Biographie" das führende historisch-biographische Internet-Lexikon geworden. Es umfasst die rund 47.000 Artikel der ADB und NDB sowie über den Index zusätzliche Basisinformationen zu weiteren 80.000 Personen. Derzeit wird dieses Angebot im Rahmen eines weiteren DFG-Projekts über die Gemeinsame Normdatei (GND) mit personenbezogenen Beständen von nationalen Kulturgut sichernden Institutionen verknüpft: dem Bundesarchiv, dem Germanischen Nationalmuseum, dem Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte (Bildarchiv Foto Marburg), dem Deutschen Literaturarchiv, dem Deutschen Museum und dem Deutschen Rundfunkarchiv. Auf diese Weise entsteht kooperativ ein multimediales, frei zugängliches historisch-biographisches Informationssystem, das "zertifiziertes Wissen" für interdisziplinäre Forschung sowie für eine breite Öffentlichkeit dauerhaft zur Verfügung stellt.

Die Historische Kommission ist bestrebt, weitere strategische Partnerschaften abzuschließen.