Wahlordnung

der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

I. Allgemeines

§ 1

(1) Wahlberechtigt sind die ordentlichen Mitglieder der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

(2) Wahlen können grundsätzlich nur auf der jährlichen Vollversammlung abgehalten werden.

(3) Die Vollversammlung bestimmt durch Zuwahl die ordentlichen Mitglieder, sie wählt den Präsidenten, den Sekretär, den Stellvertreter des Sekretärs und die übrigen Mitglieder des Stiftungsrates der „Stiftung zur Förderung der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und des Historischen Kollegs“, soweit sie von der Historischen Kommission entsandt werden.

(4) Bei der Wahl des Präsidenten, des Sekretärs, seines Stellvertreters, der Mitglieder des Stiftungsrates und der Zuwahl der ordentlichen Mitglieder muß die Hälfte der ordentlichen Mitglieder anwesend sein.

(5) Die Mitglieder sind verpflichtet, über Vorschläge und Wahlen absolute Vertraulichkeit zu wahren.

II. Zuwahlen von ordentlichen Mitgliedern

§ 2

Das Recht, Zuwahlvorschläge zu machen, haben ausschließlich die ordentlichen Mitglieder der Kommission. Sie werden durch den Sekretär drei Monate vor der Vollversammlung aufgefordert, Vorschläge für Zuwahlen einzureichen.

§ 3

Die Vorschläge müssen spätestens vier Wochen nach der Aufforderung schriftlich begründet dem Sekretär (Präsidenten) vorgelegt werden. Sie sollen nicht allein eine wissenschaftliche Ehrung, sondern nach dem sachlichen Bedürfnis der Historischen Kommission eine Aufforderung zur Mitarbeit ausdrücken.

§ 4

Die eingereichten Vorschläge werden vom Sekretär spätestens vier Wochen vor der Vollversammlung den ordentlichen Mitgliedern vertraulich bekanntgegeben.

§ 5

(1) Zur Vorbereitung von Zuwahlen kann die Vollversammlung einen Ausschuß einsetzen, dem neben Präsident und Sekretär bis zu fünf ordentliche Mitglieder der Historischen Kommission angehören können. Diese werden auf Vorschlag des Präsidenten und des Sekretärs in geheimer Abstimmung mit einfacher Mehrheit der Anwesenden gewählt.

(2) Bei der Zusammensetzung des Ausschusses ist auf eine ausgewogene Vertretung der historischen Einzeldisziplinen, soweit diese für die Historische Kommission in Betracht kommen, zu achten.

(3) Die gewählten Mitglieder des Ausschusses werden von der Vollversammlung auf die Dauer von drei Jahren in den Ausschuß berufen. Einmalige Wiederwahl ist zulässig.

(4) Der Ausschuß soll der Historischen Kommission unter Berücksichtigung ihrer Arbeitsschwerpunkte und ihrer wünschenswerten fachlichen Ergänzung Empfehlungen für Zuwahlen geben. Diese werden spätestens mit der Aufforderung, Zuwahlvorschläge einzureichen, durch den Präsidenten bekanntgegeben.

(5) Das Recht eines jeden ordentlichen Mitglieds, Zuwahlvorschläge zu unterbreiten, bleibt unberührt.

§ 6

(1) Der Präsident stellt in der Vollversammlung die Vorschläge zur Beratung, nachdem er die Beschlußfähigkeit der Versammlung im Sinne des § 1 Abs. 4 dieser Wahlordnung festgestellt hat.

(2) Beratungen und Wahlen können grundsätzlich nicht an demselben Tag abgehalten werden.

§ 7

(1) Die Wahlen sind geheim. Über jeden Kandidaten wird einzeln abgestimmt.

(2) Abgestimmt wird schriftlich in alphabetischer Reihenfolge mit „Ja“ oder „Nein“. Stimmenthaltung (leerer Stimmzettel) wird als abgegebene Stimme gezählt.

(3) Die Auszählung der Stimmzettel ist erst nach Abschluß aller Zuwahlen vorzunehmen und ihr Ergebnis anschließend bekanntzugeben.

(4) Zum ordentlichen Mitglied der Historischen Kommission ist gewählt, wer eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder der Historischen Kommission auf sich vereinigen kann.

(5) Die Stimmzettel sind nach der Wahl zu vernichten.

§ 8

(1) Der Präsident teilt den neugewählten Mitgliedern ihre Aufnahme in die Historische Kommission mit und ersucht sie um eine Erklärung ihres Einverständnisses.

(2) Die Zuwahlen sind dem zuständigen bayerischen Staatsministerium zur Kenntnis zu bringen.

III. Wahl des Präsidenten, des Sekretärs und des Stellvertreters des Sekretärs

§ 9

Wählbar sind alle ordentlichen Mitglieder der Historischen Kommission, die die Voraussetzungen des § 3 des Statuts der Historischen Kommission erfüllen.

§ 10

(1) Wiederwahl oder Neuwahl von Präsident, Sekretär und dessen Stellvertreter werden analog dem Verfahren nach den §§ 2, 3, 4 und 6 dieser Wahlordnung abgewickelt.

(2) Wird eines dieser Ämter vorzeitig frei, so ist das Verfahren unverzüglich einzuleiten.

§ 11

(1) Die Wahlen sind geheim.

(2) Abgestimmt wird schriftlich durch Namensnennung der Kandidaten, Stimmenthaltung (leerer Stimmzettel) wird als abgegebene Stimme gezählt.

(3) Gewählt ist, wer die absolute Mehrheit der anwesenden Mitglieder der Historischen Kommission erreicht.

(4) Führt der erste Wahlgang zu keinem Ergebnis, so sind die Wahlen nach Beratung fortzusetzen.

§ 12

Die Wahl des Präsidenten und des Sekretärs bedarf der Bestätigung des zuständigen bayerischen Staatsministeriums.

IV. Wahl der übrigen Mitglieder des Stiftungsrates

§ 13

Wählbar sind alle ordentlichen Mitglieder der Historischen Kommission.

§ 14

Das Verfahren ist analog den §§ 2, 3, 4 und 6 dieser Wahlordnung durchzuführen.

§ 15

Gewählt ist, wer die absolute Mehrheit der anwesenden Mitglieder der Historischen Kommission erreicht.

V. Wahl der Mitglieder des Zuwahlenausschusses

§ 16

(1) Die Wahl von Mitgliedern des Ausschusses zur Vorbereitung von Zuwahlen wird – turnusmäßig oder nach Ausscheiden eines Mitglieds – jeweils mit der Aufforderung zur Einreichung von Zuwahlvorschlägen (§ 2) angekündigt. Wahlvorschläge werden mit der Einladung zur Vollversammlung bekanntgegeben.

(2) Die Beratung der Zusammensetzung des Ausschusses und die Wahl seiner Mitglieder durch die Vollversammlung sollen möglichst nicht am gleichen Tag erfolgen.

Beschlossen von der Vollversammlung der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften am 25. Februar 2003/2. März 2004.