Neuerscheinungen 2015

 

Quellen zur Geschichte des Deutschen Bundes. Abteilung I: Quellen zur Geschichte des Deutschen Bundes 1813-1830. Band 2: Organisation und innere Ausgestaltung des Deutschen Bundes 1815-1819. Für die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben von Lothar Gall. Bearbeitet von Eckhardt Treichel. Berlin: Walter de Gruyter 2016, CLIX und 1148 S., EUR 229,00 ISBN 978-3-486-56702-1

Der Band bietet mit der Erschließung umfangreichen, vielfach unbekannten Quellenmaterials die Grundlage für eine umfassende und differenzierte Analyse der Anfangsjahre des Deutschen Bundes (1815-1819). Im Zentrum steht die Tätigkeit der Deutschen Bundesversammlung in Frankfurt. Dokumentiert werden die Phase bis deren Eröffnung, die Organisation und Arbeitsweise der Deutschen Bundesversammlung sowie anhand von fünf zentralen Themenfeldern (Austrägalwesen des Deutschen Bundes, Einführung landständischer Verfassungen in den Bundesstaaten, Initiativen zur wirtschaftlichen Integration, Pressefreiheit und Büchernachdruck, Auswanderungsfreiheit und Nachsteuerfreiheit) die Bemühungen des Bundestags um eine organische Fortbildung und innere Ausgestaltung des Deutschen Bundes.

In 212 Dokumenten entsteht das Bild einer "kurzen, aber intensiv genutzten" (Reinhard Stauber) ersten Phase der Bundesgeschichte, in der eine behutsame Weiterentwicklung und Integration des Deutschen Bundes angestrebt wurde, bevor mit der vor allem von Österreich und Preußen betriebenen restaurativen Wende von 1819/20 der Bund zur "konservativen Entwicklungsblockade" (Dieter Langewiesche) umgestaltet wurde.

 

Deutsche Reichstagsakten. Reichsversammlungen 1556-1662: Der Kurfürstentag zu Regensburg 1575. Bearbeitet von Christiane Neerfeld, Walter de Gruyter, Berlin. 2016. 423 S., Ln. geb. EUR 139,95 ISBN 978-3-11-043853-6

Auf dem Kurfürstentag, der im Herbst 1575 in Regensburg stattfand, wurde Rudolf, der Sohn Kaiser Maximilians II., zum römisch-deutschen König gewählt und gekrönt. Nach kontroversen Debatten über die von protestantischer Seite geforderte Bestätigung der Declaratio Ferdinandea von 1555, an der die Verhandlungen über die Wahlkapitulation zwischenzeitlich zu scheitern drohten, überwog am Ende das reichspolitische Verantwortungsbewusstsein der Kurfürsten, die mit der Königswahl vivente imperatore ein drohendes Interregnum verhinderten und ihr Engagement für die Erhaltung der politischen Stabilität im Reich zum Ausdruck brachten. Daneben war der Regensburger Kurfürstentag mehr als eine reine Wahlversammlung, denn nach den Wahlverhandlungen berieten die Kurfürsten auch über aktuelle reichspolitische Themen mit innen- und außenpolitischer Bedeutung.

Die Edition der einschlägigen Akten des Kurfürstentags, die neben dem Kurfürstenratsprotokoll und den zentralen Verhandlungsakten auch das Wahl- und Krönungszeremoniell dokumentiert, vermittelt ein umfassendes Gesamtbild dieser Reichsversammlung und bietet eine zuverlässige Grundlage für weitere Forschungen.

sehepunkte (Axel Gotthard/15.4.2016)

 

Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Band 94: Wolfgang Burgdorf: Protokonstitutionalismus. Die Reichsverfassung in den Wahlkapitulationen der römisch-deutschen Könige und Kaiser 1519-1792. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015. 226 Seiten, geb. EUR 59,99 ISBN 978-3-525-36085-9

Die Wahlkapitulationen des Alten Reiches waren Dokumente, welche die Kurfürsten formulierten und zu deren Einhaltung die gewählten Kaiser sich vor ihrer Krönung verpflichten mussten. Den Staatsrechtlern der Frühen Neuzeit galten sie als „Quint-Essenz aller Reichsgesetze“ und deutsche „Magna Charta“. Wolfgang Burgdorf zeigt, dass durch die Wahlkapitulationen seit 1519 viele Elemente in die Verfassung des Alten Reiches eingebracht wurden, die sich später auch in konstitutionellen Verfassungen finden, wie z.B. ein Grundrechtskatalog. Es ist daher gerechtfertigt, mit Bezug auf das Alte Reich von Protokonstitutionalismus zu sprechen.

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

sehepunkte (Dennis Hormuth/15.5.2016)
Rechtsgeschichte 25 (2017) S. 368-371 (Heinz Mohnhaupt)
Historische Zeitschrift Band 306 (2018) S. 459ff. (Luise Schorn-Schütte)

 

Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Band 95: Heinz Duchhardt (Hg.): Wahlkapitulationen in Europa. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015. 172 Seiten, geb. EUR 54,99 ISBN 978-3-525-36086-6

Wahlkapitulationen sind eine zentrale Quelle für alle vormodernen Gemeinwesen, in denen der Inhaber der Souveränität durch Wahl – oder Relikte von Wahlen – bestellt wird. Die Periodizität der Wahlkapitulationen erlaubt es, Verfassungs- und politische Entwicklungen über lange Zeiträume nachzuzeichnen und die Dynamik des Verfassungslebens zu spiegeln. Der Band gibt erstmals einen Überblick über die Entwicklungen dieses Rechtsinstituts in verschiedenen (weltlichen und geistlichen) europäischen Gemeinwesen und stellt damit einen wesentlichen Beitrag zu einer vergleichenden Verfassungsgeschichte dar.

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

Historische Zeitschrift Band 304 (2017) S. 494f. (Axel Gotthard)

Rechtsgeschichte 25 (2017) S. 368-371 (Heinz Mohnhaupt)

 

Quellen zur Geschichte des Heiligen Römischen Reiches. Band 1: Die Wahlkapitulationen der römisch-deutschen Könige und Kaiser 1519-1792. Bearbeitet von Wolfgang Burgdorf. Herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften durch Heinz Duchhardt. Göttingen 2015, 884 S., EUR 89,99, ISBN 978-3-525-36082-8

Die Wahlkapitulationen des Alten Reiches waren Dokumente, die die Kurfürsten formulierten und zu deren Einhaltung sich die gewählten Kaiser vor ihrer Krönung verpflichten mussten. Den Staatsrechtlern der Frühen Neuzeit galten sie als „Quint-Essenz aller Reichsgesetze“ und „Magna Charta“. Die Edition, lange Zeit ein Desiderat der Forschung, präsentiert alle dieser höchstrangigen europäischen Verfassungsdokumente. Über die Verfassungsgeschichte hinaus sind die Wahlkapitulationen bedeutende Quellen für die Sozial-, Kirchen- und Wirtschaftsgeschichte. Sie spiegeln den Einfluss der zeitgenössischen Diskussionen und eilten diesen nicht selten voraus.

Parallel zur gedruckten Ausgabe steht die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Edition auch auf den Seiten des Verlages Vandenhoeck & Ruprecht und auf der Homepage der Historischen Kommission kostenfrei online (Open Access) zur Verfügung.

Online-Fassung

sehepunkte (Dennis Hormuth/15.5.2016)

Historische Zeitschrift Band 304 (2017) S. 495f. (Hans-Wolfgang Bergerhausen)

 

Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Band 93: Benjamin Hasselhorn: Johannes Haller. Eine politische Gelehrtenbiographie. Mit einer Edition des unveröffentlichten Teils der Lebenserinnerungen Johannes Hallers. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015. 480 Seiten, geb. EUR 79,99 ISBN 978-3-525-36084-2

Johannes Haller (1865-1947) war einer der meistgelesenen deutschen Historiker seiner Zeit. Allgemeinverständliche Darstellungen zur deutschen Geschichte und mediävistische Arbeiten zur Kirchen- und vor allem zur Papsttumsgeschichte begründeten seinen öffentlichen und wissenschaftlichen Ruhm. Dennoch gehörte Haller zeitlebens eher zu den Außenseitern innerhalb der Geschichtswissenschaft. Benjamin Hasselhorn analysiert Hallers Lebensweg und rekonstruiert seine wissenschaftliche, politische und weltanschauliche Entwicklung im Kontext der deutschen Geschichte zwischen 1865 und 1947. Er zeigt: Haller ist keineswegs ein wissenschaftlich «erledigter» und politisch «belasteter» Historiker von vorgestern, sondern ein reizvoller Forschungsgegenstand, der wertvolle Einblicke in Politik, Religion und Wissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert bietet. Ergänzt wird der Band durch die Edition des unveröffentlichten Teils der Lebenserinnerungen Johannes Hallers.

Leseprobe

Historische Zeitschrift Band 302 (2016) S. 232-235 (Folker Reichert)

Rechtsgeschichte 25 (2017) S. 311-314 (Simon Groth)

H/Soz/Kult (Matthias Berg 11.10.2017)

Deutsches Archiv zur Erforschung des Mittelalters (72) 2016, S. 626f. (Rudolf Schieffer)

 

Akten der Reichskanzlei. Die Regierung Hitler 1933–1945. Band VII: 1940. Herausgegeben für die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften von Hans Günter Hockerts, für das Bundesarchiv von Michael Hollmann. Bearbeitet von Friedrich Hartmannsgruber. München 2015, LXXVI, 926 S., EUR 109,95, ISBN 978-3-11-039977-6

1940: das Jahr des "Blitzsiegs" im Westen, als das Reich den Krieg schon gewonnen glaubt. Man konzipiert ein Europa unter deutscher Hegemonie, gefällt sich in hochfliegenden Friedensplänen. Die "Heimatfront" erlebt den Krieg noch abgemildert. Eine Mobilisierung aller Personalreserven unterbleibt, ebenso die konsequente Umsteuerung von Verwaltung und Wirtschaft. Umso rücksichtsloser beutet das NS-Regime die besetzten Gebiete und die Arbeitskraft ihrer Menschen aus, stellt sie unter völkisches Sonderrecht. Und auch im Innern brutalisiert sich nun die Verfolgung seiner rassenpolitischen Ziele. - Der Band dokumentiert die Politik dieses Jahres in repräsentativer Auswahl aus den Regierungsakten.

Historische Zeitschrift Band 306 (2018) S. 613f. (Martin Moll)

 

Die Protokolle des Bayerischen Staatsrats 1799-1817. Herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften durch Reinhard Stauber und von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns durch Margit Ksoll-Marcon. Band 3: 1808-1810. Bearbeitet von Esteban Mauerer. München 2015, 859 S., geb. EUR 70,10, ISBN 978-3-95645-557-5

Der dritte Band der Edition dokumentiert 76 Sitzungen der Geheimen Staatskonferenz und des neu gebildeten Geheimen Rates zwischen Januar 1808 und Dezember 1810. Im Mittelpunkt der Debatten standen die Konstitution für das Königreich Bayern und die ergänzenden Organischen Edikte. Sie führten die wesentlichen Reformen zusammen, die seit 1799 die Verwaltungsgliederung des Staates, den Aufbau des Staatsapparates und die Rechtsstellung der gesellschaftlichen Eliten grundlegend veränderten. Zentrale Themen waren die Bildung und Verfassung der Gemeinden, die Gerichtsverfassung und Gerichtsorganisation, die gutsherrlichen Rechte, das Adelsrecht, das Lehensrecht, die Patrimonialgerichtsbarkeit, die Bildung verschiedener Behörden, das Medizinalwesen, das Verhältnis von Staat und Kirche und die Nationalgarde. Wichtige Beratungen betrafen auch das Zivilgesetzbuch, das die Staatskonferenz und den Geheimen Rat in zahlreichen Sitzungen beschäftigte.

Band 3 ist zu beziehen über den MV-Buchhandel (Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat, Münster)

Online unter:

http://www.bayerischer-staatsrat.de/

Der Band 3 wird bis Oktober 2015 in den Onlineauftritt integriert.

Die Bände 1 (1799-1801) und 2 (1802-1807) der Protokolle des Bayerischen Staatsrats können nach wie vor über die Geschäftsstelle der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bezogen werden.

Dr. Karl-Ulrich Gelberg (Geschäftsführer)
Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Alfons-Goppel-Str. 11, 80539 München
gelberg(at)hk.badw.de

 

Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Band 92

Eike Wolgast (Hg.): "Nit wenig verwunderns und nachgedenkens". Die "Reichstagsakten - Mittlere Reihe" in Edition und Forschung.* Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015. 115 Seiten, geb. EUR 39,99 ISBN 978 3 525 36083 5

Der Band, aus einer Tagung im Oktober 2013 im Historischen Kolleg in München hervorgegangen, widmet sich der "Mittleren Reihe" der Deuschen Reichstagsakten aus der Zeit Kaiser Maximilian I. (1486/93-1519). Er beschreibt die Geschichte und Entwicklung des Gesamtunternehmens der Reichstagsakten. Die Probleme der alltäglichen Editorenarbeit werden dabei ebenso thematisiert wie Lösungsstrategien und Fragen digitaler Editorik. Die wissenschaftliche Kontextualisierung der Reichstagsakten wird auf drei Themenfeldern unternommen: So werden die Judenpolitik Maximilians I., die ständische politische Kommunikation innerhalb und außerhalb der Institution Reichstag sowie die Politik und Propaganda Maximilians I. betrachtet.

sehepunkte (Manfred Hollegger/15.4.2016)
Historische Zeitschrift Band 304 (2017) S. 494f. (Axel Gotthard)

 

Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Band 91: Anke Fischer-Kattner: Spuren der Begegnung.Europäische Reiseberichte über Afrika 1760-1860. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015. 573 Seiten, geb. EUR 79,99 ISBN 978 3 525 36081 1


Vor der Epoche des (hoch-)imperialistischen Zugriffs auf Afrika war eine Reise in das Binnenland des Kontinents für Europäer ein risikoreiches Unterfangen. Dennoch nahmen gebildete Reisende seit der Mitte des 18. Jahrhunderts die Unsicherheiten eines Vorstoßes in Nordost-, West- oder Südafrika auf sich, um der interessierten gelehrten Öffentlichkeit in ihrer Heimat darüber berichten zu können. Sie publizierten umfassende Reisenarrationen, die zur Erweiterung des Wissens auf unterschiedlichsten Feldern beitragen sollten. Dabei bildete die individuelle Reiseerfahrung mit ihren spezifischen Verunsicherungen einen »roten Faden«, an den vielfältige Erkenntnisse angeknüpft wurden. Anke Fischer-Kattner geht den Spuren nach, die präkoloniale Reisende in der Verarbeitung ihrer Erlebnisse zu Wissen schaffenden Publikationen hinterließen. Dabei zeigt sich schon in den veröffentlichten Texten, dass die reisenden Europäer ihre Erfahrungen nicht allein kontrollierten. Sozio-kulturelle Prägungen und Vorgängerpublikationen gaben den Reisenden Themen vor, die sie in ihren Darstellungen individuell variierten. Insbesondere drei ausführlich präsentierte Fallbeispiele von Reisen ins äthiopische Hochland machen dabei jedoch deutlich, dass auch die »Anderen« in der Narration nicht nur Projektionsfläche waren. Afrikanerinnen und Afrikaner erscheinen hier als Charaktere mit eigener Handlungsmacht. Archivalisch erhaltene Aufzeichnungen der Reisen bieten ergänzende Einblicke in die konkreten Prozesse, in denen die Reisenden Erfahrungen zu Wissen verarbeiteten. Über theoretisch reflektierte Lesarten der erhaltenen Spuren von Selbst-Ver(un)sicherung gelingen schließlich Annäherungen an die Leerstelle der vergangenen Begegnung mit Fremden.

FAZ 13.11.2015 S.12 (Andreas Eckert)

Historische Zeitschrift Band 304 (2017) S. 178f. (Winfried Speitkamp)

 

Quellen zu den Reformen in den Rheinbundstaaten. Band 9: Thüringische Staaten. Sachsen-Weimar-Eisenach 1806–1813. Bearb. v. Gerhard Müller. Hg. für die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften durch Hans-Werner Hahn. München 2015, VII, 719 S., EUR 199,95
ISBN 978-3-486-71293-3

Mit dieser Edition, die die Reformpolitik des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach vom Ende des Alten Reichs im Jahr 1806 bis zum Zusammenbruch des Rheinbundes im Herbst 1813 dokumentiert, wird die von Eberhard Weis und Karl Otmar von Aretin 1982 initiierte Abteilung der Historischen Kommission „Quellen zu den Reformen in den Rheinbundstaaten“ abgeschlossen.

Der neunte und letzte Band, von Gerhard Müller bearbeitet und mit Hilfe einer DFG-Sachbeihilfe finanziert, kann zeigen, wie der Beitritt zum Rheinbund nachhaltige Reformimpulse auf allen Gebieten von Staat und Gesetzgebung in Sachsen-Weimar-Eisenach auslöste. Da jedoch eine territoriale Neuordnung der Region ausblieb, wurde ein eigenständiger Reformweg eingeschlagen. Dieser war dadurch charakterisiert, dass die politische Modernisierung im Unterschied zu vielen anderen Rheinbundstaaten, deren Reformpolitik neoabsolutistische Züge trug, im partnerschaftlichen Konsens mit den Landständen stattfand. Dies führte u.a. dazu, dass in Sachsen-Weimar-Eisenach bereits während des Rheinbundes frühkonstitutionelle Verfassungsverhältnisse entstanden, an die die liberal-nationale Reformpolitik Carl Augusts von Sachsen-Weimar-Eisenach in den ersten Jahren des Deutschen Bundes nahtlos anknüpfen konnte.

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