Deutscher Bund und innere Nationsbildung im Vormärz (1815-1848)

Konzeption: Andreas Fahrmeir/Jürgen Müller

Eine Veranstaltung der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Exzellentcluster "Die Herausbildung Normativer Ordnungen" im Zusammenhang mit dem DFG-Projekt:"Gesellschaftliche Erwartungen und bürokratische Experten: Die Kommissionen und Ausschüsse des Deutschen Bundes als Foren politischer Aushandlungsprozesse (1816-1848)", 10. Oktober 2017, Historisches Kolleg, München

Tagungsbericht

Programm

Die Protokolle des Bayerischen Ministerrats für die Jahre 1945 bis 1951 sind jetzt online

www.bayerischer-ministerrat.de

Soeben erschienen: Jahresbericht 2016

 

Die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat bei ihrer diesjährigen Jahresversammlung am 8. März 2017  in MünchenGerrit Walther für weitere fünf Jahre zum Präsidenten gewählt

  •  Prof. Dr. Gerrit Walther geboren 1959 und seit 2008 ordentliches Mitglied der Historischen Kommission, studierte Literaturwissenaschaft, Geschichte und Philosopie in Frankfurt am Main. Seit 2002 ist er Professor für Neuere Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal. Er ist ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Mitglied des Kuratoriums des Historischen Kollegs und Mitherausgeber der Historischen Zeitschrift (HZ). Herr Walther ist seit März 2012 Präsident der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Zu neuen ordentlichen Mitgliedern wurden bei der diesjährigen Jahresversammlung gewählt:

  • Prof. Dr. Dominik Geppert  geboren 1970, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Bonn und
  • Prof. Dr. Jan-Otmar Hesse geboren 1968, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Bayreuth

Die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, gegründet 1858, leistet mit Quelleneditionen vom Spätmittelalter bis zur Zeitgeschichte Grundlagenforschung zur deutschen Geschichte. Ihr zweiter Arbeitsschwerpunkt ist die historisch-biographische Arbeit in Form von Deutscher Biographie und Repertorium Academicum Germanicum (RAG). Damit stellt sie Forschungsinformationsinfrastruktur für alle historisch arbeitenden Wissenschaften zur Verfügung. Seit der Jahrtausendwende werden die Arbeitsergebnisse zunehmend auch in digitaler Form (Open Access) präsentiert. Im Bereich der digitalen Wissenschaftskommunikation engagiert sich die Historische Kommission auch methodisch, unter anderem im Rahmen des Kompetenzverbundes Historische Wissenschaften München.

Kontakt:
Dr. Karl-Ulrich Gelberg
Geschäftsführer der Historischen Kommission bei der
Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Tel. 089/23031-1151, E-Mail: gelberg@hk.badw.de

www.historischekommission-muenchen.de

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Tagung: Deutscher Bund und innere Nationsbildung im Vormärz (1815–1848)

Termin: 10. Oktober 2017 / Ort: Historisches Kolleg, Kaulbachstraße 15, 80539 München

Eine Veranstaltung der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Exzellenzcluster „Normative Ordnungen“

Der 1815 gegründete Deutsche Bund bildete bis 1866 den föderativen Rahmen deutscher Staatlichkeit. Er verstand sich dabei nicht nur als eine Allianz zur Wahrung der inneren und äußeren Sicherheit der in ihm vereinten Staaten, sondern auch als ein „nationales Band“. Als solches nahm der Deutsche Bund selbst für sich in Anspruch, als Organ der inneren Nationsbildung in Deutschland tätig zu werden, womit er auf die vielfältigen gesellschaftlichen Erwartungen reagierte, die an ihn herangetragen wurden. Konkrete Handlungsfelder einer Politik des „nation building“ waren die Handels- und Zollpolitik, die Harmonisierung der Gesetzgebung in Deutschland sowie auch kulturnationale Initiativen. Bei der praktischen Umsetzung dieser Vorhaben entwickelten sich die zahlreichen Kommissionen des Deutschen Bundes zu Foren von komplexen Aushandlungsprozessen zwischen Bürokratie und Gesellschaft. Des Weiteren kam es zur Entwicklung überstaatlicher Expertenkulturen, in denen sich einerseits Fachwissen akkumulierte, das im Zuge der inneren Nationsbildung auch über das Ende des Deutschen Bundes hinaus intensiv genutzt wurde. Andererseits bildeten die Experten ein die deutschen Einzelstaaten transzendierendes Netzwerk, von dem vielfältige Impulse für die nationale Integration ausgingen. Die Tagung verfolgt das Ziel, das nationsbildende Potential des Deutschen Bundes auszuloten und ihn damit als politischen Akteur in einer sich rasch wandelnden Gesellschaft neu zu verorten.

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