Neuwahl von Sekretär und Stellvertreter des Sekretärs sowie Zuwahlen bei der Jahresversammlung der Historischen Kommission 2016

Die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat bei ihrer diesjährigen Jahresversammlung am 2. März 2016 in München

  •  Prof. Dr. Helmut Neuhaus (Erlangen-Nürnberg) für weitere fünf Jahre zum Sekretär gewählt. Helmut Neuhaus bekleidet das Leitungsamt seit 2006. Der Sekretär der Historischen Kommission gehört qua Amt auch dem Kuratorium des Historischen Kollegs an, dessen stellvertretender Vorsitzender Herr Neuhaus seit dem Jahr 2011 ebenfalls ist.
  •  Prof. Dr. Bernhard Löffler (Regensburg) zum Stellvertreter des Sekretärs gewählt.

Zu neuen ordentlichen Mitgliedern wurden bei der diesjährigen Jahresversammlung gewählt:

  • Prof. Dr. Sabine Freitag (Bamberg), geboren 1962, Professorin für Neuere und Neueste Geschichte unter Einbeziehung der Landesgeschichte,
  • Prof. Dr. Ute Planert (Wuppertal), geboren 1964, Professorin für Neuere Geschichte und Geschichte und ihre Didaktik, und
  • Prof. Dr. Anuschka Tischer (Würzburg), geboren 1968, Professorin für Neuere Geschichte

Die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademnie der Wissenschaften, gegründet 1858, leistet mit Quelleneditionen vom Spätmittelalter bis zur Zeitgeschichte Grundlagenforschung zur deutschen Geschichte. Ihr zweiter Arbeitsschwerpunkt ist die historisch-biographische Arbeit in Form von Deutscher Biographie und Repertorium Academicum Germanicum (RAG). Damit stellt sie Forschungsinformationsinfrastruktur für alle historisch arbeitenden Wissenschaften zur Verfügung. Seit der Jahrtausendwende werden die Arbeitsergebnisse zunehmend auch in digitaler Form (Open Access) präsentiert. Im Bereich der digitalen Wissenschaftskommunikation engagiert sich die Historische Kommission auch methodisch.

Kontakt:
Dr. Karl-Ulrich Gelberg
Geschäftsführer der Historischen Kommission bei der
Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Tel. 089/23031-1151, E-Mail: gelberg@hk.badw.de

www.historischekommission-muenchen.de

Aktuelles

gefördert von der DFG

 

Workshop: Einführung in die Historische Netzwerkforschung

03.03.2016 - 04.03.2016 im Historischen Kolleg, Kaulbachstraße 15, 80539 München

Eine Veranstaltung im Rahmen des Kompetenzverbunds Historische Wissenschaften München.

Programm

Foto

 

 

Am Dienstag, 13.10.2015 fand im Historischen Kolleg in München eine Veranstaltung der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und des Bundesarchivs statt:

Die bürokratische Dimension der NS-Herrschaft: Die Reichsverwaltung im Zweiten Weltkrieg: Konflikt, Verflechtungen, Koordination

Kolloquium im Kontext der „Akten der Reichskanzlei. Regierung Hitler 1933-1945“

Seit einigen Jahren veranstaltet die Historische Kommission jeweils im Oktober ein wissenschaftliches Kolloquium, das im Zusammenhang mit den von ihr herausgegebenen Quelleneditionen zu einzelnen Epochen der deutschen Geschichte steht. In diesem Jahr widmet sich das von Hans Günter Hockerts konzipierte Kolloquium den seit 1976 von der Kommission gemeinsam mit dem Bundesarchiv herausgegebenen „Akten der Reichskanzlei. Regierung Hitler 1933-1945“, deren Band VII für das Jahr 1940 heuer erscheint.

Die Serie zählt zu den wichtigsten Referenzwerken der NS-Forschung und damit zu den bedeutendsten Quellenpublikationen der deutschen Zeitgeschichte insgesamt. Sie wird in wenigen Jahren bis zum Kriegsende 1945 komplett vorliegen und auch im Open Acces online benutzbar sein. Sie schließt dann die Lücke zwischen den bereits jetzt digital verfügbaren Serien der „Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik“ und den „Kabinettsprotokollen der Bundesregierung“.

Programm

Tagungsbericht
 

 

 

Edition der Akten des „Reichstags zu Regensburg 1556/57“ online im Open Access

Mit dem Band „Der Reichstag zu Regensburg 1556/57“ (http://reichstagsakten.de/rta1556), bearbeitet von Josef Leeb, der im Jahr 2013 im Druck erschienen ist (München, 2013, 1503 S. in zwei Teilbänden) legt die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften den ersten Reichstagsaktenband in digitaler Form vor. Möglich wurde dies durch eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Die digitale Edition, das Ergebnis der Zusammenarbeit des wissenschaftlichen Bearbeiters mit dem für digitale Editionen zuständigen Mitarbeiter, Matthias Reinert, bietet insbesondere folgende Features: Register (Vor- und Rückverweise, auch bandübergreifend), Literaturverlinkung (vom Kurztitel auf die vollständige Literaturangabe und von der vollständigen Literaturangabe, falls vorhanden, auf das Digitalisat) und Personenerschließung (Normdaten-Abgleich und -verlinkung auf die digitale „Deutsche Biographie“, wenn dort ein historisch-biographischer Eintrag vorhanden ist) und Geolokalisierung der genannten Orte.

Nach den „Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik“ (zusammen mit dem Bundesarchiv) sowie den „Protokollen des Bayerischen Staatsrats 1799-1817“ geht mit dem Regensburger Reichstag von 1556/57 aus den „Deutschen Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556-1662“ bereits die dritte Editions-Abteilung der Historischen Kommission online. Weitere digitalisierte Editionen insbesondere aus den Abteilungen „Deutsche Reichstagsakten, Mittlere Reihe“ und „Deutsche Reichstagsakten, Jüngere Reihe“ folgen.

 

Neuerscheinung: Thüringische Staaten. Sachsen-Weimar-Eisenach 1806–1813

Mit dieser Edition, die die Reformpolitik des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach vom Ende des Alten Reichs im Jahr 1806 bis zum Zusammenbruch des Rheinbundes im Herbst 1813 dokumentiert, wird die von Eberhard Weis und Karl Otmar von Aretin 1982 initiierte Abteilung der Historischen Kommission "Quellen zu den Reformen in den Rheinbundstaaten" abgeschlossen.

Der neunte und letzte Band, von Gerhard Müller bearbeitet und mit Hilfe einer DFG-Sachbeihilfe finanziert, kann zeigen, wie der Beitritt zum Rheinbund nachhaltige Reformimpulse auf allen Gebieten von Staat und Gesetzgebung in Sachsen-Weimar-Eisenach auslöste. Da jedoch eine territoriale Neuordnung der Region ausblieb, wurde ein eigenständiger Reformweg eingeschlagen. Dieser war dadurch charakterisiert, dass die politische Modernisierung im Unterschied zu vielen anderen Rheinbundstaaten, deren Reformpolitik neoabsolutistische Züge trug, im partnerschaftlichen Konsens mit den Landständen stattfand. Dies führte u.a. dazu, dass in Sachsen-Weimar-Eisenach bereits während des Rheinbundes frühkonstitutionelle Verfassungsverhältnisse entstanden, an die die liberal-nationale Reformpolitik Carl Augusts von Sachsen-Weimar-Eisenach in den ersten Jahren des Deutschen Bundes nahtlos anknüpfen konnte.

Thüringische Staaten. Sachsen-Weimar-Eisenach 1806–1813. Bearb. v. Gerhard Müller. Hg. für die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften durch Hans-Werner Hahn (Quellen zu den Reformen in den Rheinbundstaaten 9). München 2015, VII, 719 S., 199,95 €,
ISBN 978-3-486-71293-3

Quellen zu den Reformen in den Rheinbundstaaten

  • Band 1: Regierungsakten des Großherzogtums Berg 1806–1813. Bearbeitet von Klaus Rob. 1992, X, 497 S.
  • Band 2: Regierungsakten des Königreichs Westphalen 1807–1813. Bearbeitet von Klaus Rob. 1992, X, 289 S.
  • Band 3: Regierungsakten des Primatialstaates und Großherzogtums Frankfurt 1806–1813. Bearbeitet von Klaus Rob. 1995. XII, 223 S.
  • Band 4: Regierungsakten des Kurfürstentums und Königreichs Bayern 1799–1814. Bearbeitet von Maria Schimke. 1995. X, 787 S.
  • Band 5: Regierungsakten des Herzogtums Nassau 1803–1814. Bearbeitet von Uta Ziegler. 2001. VIII, 415 S.
  • Band 6: Regierungsakten des Großherzogtums Hessen-Darmstadt 1802–1820. Bearbeitet von Uta Ziegler. 2002. VIII, 580 S.
  • Band 7: Württemberg 1797–1816/19. Quellen und Studien zur Entstehung des modernen württembergischen Staates. Herausgegeben von Ina Ulrike Paul. 2005. XIV, 1405 S., 2 Teilbände
  • Band 8: Regierungsakten des Kurfürstentums und Großherzogtums Baden 1803-1815. Bearbeitet von Maria Schimke. 2012. VIII, 809 S.

Kontakt: Dr. Karl-Ulrich Gelberg, Geschäftsführer der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Tel. 089 23031-1151
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Soeben erschienen: Der Jahresbericht 2014 der Historischen Kommission.
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