Aktuelles
Zuwahl 2026: Michaela Geierhos
Die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (HiKo) hat am 4. März 2026 Michaela Geierhos zum ausserordentlichen Mitglied gewählt.


Präsentation Akten der Reichskanzlei 1919-1939 digital am 22.4.2026, 18:00 Uhr, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Öffentliches Podiumsgespräch: München - Zentrum historischer Forschung, 5.5.2026, 19 Uhr
Veranstaltungsort ist das Historische Kolleg in der Kaulbachstrasse 15, München.
Es laden ein: Collegium Carolinum, Historisches Kolleg, Historische Kommission und Monumenta Germaniae Historica im 21. Jahrhundert
Anmeldungen unter: veranstaltung@historischeskolleg.de
Nachruf Johannes Fried
Die HiKo trauert um Johannes Fried (1942–2026)
Am 18. Januar 2026 ist unser langjähriges Mitglied, der Mediävist Johannes Fried, im Alter von 83 Jahren in Heidelberg verstorben. Er prägte die mittelalterliche Geschichtsforschung über Jahrzehnte – als Professor an der Goethe-Universität Frankfurt, als Vorsitzender der Deutschen Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii, als Mitglied der MGH und HiKo, sowie in zahlreichen weiteren Funktionen.
Mit seinem Werk „Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024“ setzte er Maßstäbe weit über die Fachwelt hinaus. Die Historische Kommission verliert mit Johannes Fried einen herausragenden Gelehrten und eine prägende Persönlichkeit.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm verbunden sind.
Vgl. die Nachrufe in FAZ und SZ:

Foto: privat

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Neuerscheinungen

Schriftenreihe Band 117: Von Sabine Mangold-Will und Ute Planert, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen…

Schriftenreihe Band 117: Von Sabine Mangold-Will und Ute Planert, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2026, 292 Seiten, 11 s/w Abb., geb. EUR 60,00.ISBN: 978-3-525-30353-5
Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs schien das »Jahrhundert der Monarchie« an sein Ende gekommen. Herrscher wurden gestürzt, ins Exil geschickt oder gar ermordet. Doch die totgesagte Staatsform erwies sich als erstaunlich resilient. In Westeuropa kamen volksnahe Medienmonarchien zu neuer Blüte, in Südeuropa näherten sich die Könige autokratischen und faschistischen Systemen an, exilierte Herrscher hofften auf Wiederkehr und suchten ihre Existenz zu sichern, und in Südosteuropa sollte die Gründung eines neuen Königtums gesellschaftliche Spannungen überwinden. Dieser Band nimmt in breiter europäischer Perspektive die Transformation der Monarchie in der Zwischenkriegszeit in den Blick und macht das ganze Spektrum unterschiedlicher Handlungsmöglichkeiten deutlich.

Bd. 84. Die Korrespondenz zwischen dem Theologen Adolf Harnack und dem Ministerialdirektor Friedrich…

Bd. 84. Die Korrespondenz zwischen dem Theologen Adolf Harnack und dem Ministerialdirektor Friedrich Althoff bietet einmalige Einblicke in die Berufungs-, Kirchen-, Bildungs- und Wissenschaftsorganisation und -politik des wilhelminischen Kaiserreichs. Die Berufung evangelischer Theologen kommt darin ebenso zur Sprache wie Streitfälle innerhalb der evangelischen und katholischen Kirche. Die Korrespondenten tauschen sich außerdem über die von ihnen realisierten Reformen der höheren Jungen- und Mädchenschulen aus. Nicht zuletzt gibt der Briefwechsel Auskunft über die Organisation wissenschaftlicher Verbundprojekte, internationaler Kooperationen zwischen US-amerikanischen und deutschen Wissenschaftlern sowie archäologischer Expeditionen. Die Korrespondenz veranschaulicht so eindrücklich das umfangreiche Netzwerk und den weitreichenden Einfluss des mächtigen Ministerialdirektors Friedrich Althoff und des berühmten Kirchenhistorikers Adolf Harnack.
Neuer Podcast: „Weißer Dress mit braunen Flecken?“. Die Aufarbeitung der NS-Zeit in Biografien von Sportlerinnen und Sportlern. Ein sporthistorisches Gespräch
Sportlerinnen und Sportlern wird Vorbildcharakter auch bei sozialen und ethischen Themen zugeschrieben. Sie sind gesellschaftsprägende Idole. Deshalb werden ihre Biografien verstärkt in NDB-online berücksichtigt. Dabei wird der Fokus nicht auf die sportlichen Leistungen verengt. Es gilt, v. a. Sportlerinnen und Sportler der NS-Zeit, wie die in NDB und NDB-online porträtierten Helene Mayer und Gustav Jaenecke, als gesamte Persönlichkeiten in den Blick zu nehmen, um ihre soziale und politische Haltung quellenbasiert und kritisch abgewogen dazustellen.
Laura Räuber im Gespräch mit Sportjournalist Erik Eggers, Fußballexperte Markwart Herzog und Fachredakteur Stefan Jordan über die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in den Biografien von Sportlerinnen und Sportlern. Waren diese lange Zeit als weitgehend „unpolitisch“ betrachtet worden, so hat sich das in den letzten Jahren deutlich geändert. Die kritische Beleuchtung der politischen Haltung von Sportlerinnen und Sportlern zum NS-Regime stellt heute eine Herausforderung biografischer Arbeit dar, der sich im besonderen Maße lexikografische Projekte wie NDB-online stellen müssen. Dezember/2025

Gustav Jaenecke, ca. 1930, Quelle: Imago/imagebroker.

Gustav Jaenecke, ca. 1930, Quelle: Imago/imagebroker.

Helene Mayer, 1928, Quelle: Imago/TT.

Helene Mayer, 1928, Quelle: Imago/TT.
Die wissenschaftliche Korrespondenz des Historikers Karl Hegel. Eine digitale historisch-kritische Quellenedition. Bearbeitet von Marion Kreis und Helmut Neuhaus
Die Edition der Briefe von und an Karl Hegel (1813-1901) geht auf von Helmut Neuhaus (Erlangen) initiierte Forschungen anlässlich dessen 100. Todestages 2001 zurück. Wesentliche Impulse erhielt die Erschließung seines wissenschaftlichen Briefwechsels dann durch die Erlanger Dissertation von Marion Kreis „Karl Hegel. Geschichtswissenschaftliche Bedeutung und wissenschaftsgeschichtlicher Standort“ (2012). Ermöglicht wurde das Vorhaben der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (HiKo) schließlich durch eine großzügige DFG-Förderung (2017-2023). Die rein digitale Edition entstand in einer von der Historischen Kommission hierfür angepassten Version des Oxygen XML Editors (Matthias Reinert/Maximilian Schrott).
Jahresbericht 2024
Der Jahresbericht 2024 ist erschienen.



