Forschungsprojekt: Reinhart Kosellecks Briefe

Reinhart Koselleck, Krakau, 2000, Fotografin: Isolde Ohlbaum (geb. 1953), Bildausschnitt, Quelle:…

Reinhart Koselleck, Krakau, 2000, Fotografin: Isolde Ohlbaum (geb. 1953), Bildausschnitt, Quelle: Bayerische Staatsbibliothek München, Bildarchiv, Fotoarchiv Ohlbaum.
Forschungsschwerpunkt
Das Projekt dient der Konzeption einer kritischen Ausgabe von Briefen Reinhart Kosellecks.
Reinhart Koselleck (1923-2006) gehört zu den großen Historikern des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Monografien zur Geschichte der Aufklärung und zur Geschichte Preußens, seinen Forschungen zur Begriffsgeschichte und zum politischen Totenkult, vor allem aber seinen Aufsätzen und Vorträgen zur Theorie der Geschichte und der historischen Zeiten wird er auch zwei Jahrzehnte nach seinem Tod noch über nationale und disziplinäre Grenzen hinaus breit rezipiert.
Nachdem seine bereits publizierten Briefwechsel mit Carl Schmitt und Hans Blumenberg große Resonanz erfahren haben, wird nun eine umfassende wissenschaftliche Edition von ausgewählten Briefen Kosellecks in den Blick genommen, die den „philosophischen Historiker“ (Hans-Georg Gadamer) inmitten seiner vielfältigen intellektuellen Interessen, Kontakte und Arbeitszusammenhänge präsentiert. Neben dem Geschichtsdenker rücken der Wissenschaftsorganisator, der Hochschullehrer in Heidelberg, Bochum und Bielefeld sowie der kritische Beobachter der bundesrepublikanischen Geschichts- und Erinnerungskultur in den Fokus.
Mit der geplanten Edition will die Historische Kommission einen reichhaltigen Quellenbestand zur Geschichte der deutschen Geschichtswissenschaft erschließen. Reinhart Koselleck war von 1979 bis 2006 ihr ordentliches Mitglied.