Aktuelles
Online-Präsentation und Podiumsgespräch: "Deutschlands weltwirtschaftliche Verflechtungen im 19. und 20. Jahrhundert", Freitag, 3. Juli 2026, 14:00 Uhr
Die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften lädt herzlich zur digitalen Präsentation der neuen Quellenedition ein. Vorgestellt werden die ersten beiden Bände des Projekts sowie die zugrunde liegende Online-Plattform.
Die Veranstaltung bietet einen Einblick in Aufbau, Inhalte und Nutzungsmöglichkeiten der Edition und stellt ausgewählte Quellenbeispiele vor. Darüber hinaus werden die Forschungsperspektiven der Edition im Kontext der Wirtschafts- und Globalgeschichte diskutiert.
Akten der Reichskanzlei 1919-1939 nun online recherchierbar
Das digitale Portal zur Reichskanzlei liegt nun in erweiterter Fassung mit mehr als 6.000 Dokumenten vor.
Die „Akten der Reichskanzlei“ sind in einer weiterentwickelten Online-Edition erschienen. Damit kann nun in Dokumenten der Regierungen der Weimarer Republik und der ersten Jahre der NS-Zeit, insgesamt von 1919 bis 1939, recherchiert werden: Neu im Portal ist die Zeit der Regierung unter Adolf Hitler für die Jahre 1933 bis 1939. Der Web-Auftritt umfasst jetzt mehr als 6.000 wissenschaftlich kommentierte Dokumente zur ersten deutschen Demokratie und zum NS-Staat.
Die Online-Präsentation entstand in Zusammenarbeit der beiden herausgebenden Institutionen, der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (HiKo) und dem Bundesarchiv. Die zugrundeliegende Datenmodellierung und technische Infrastruktur ist Teil einer Kooperation zwischen Bundesarchiv und Berlin-Brandenburgischer Akademie der Wissenschaften (BBAW). Das Frontend erstellte die Conet Deutschland GmbH.
Zuwahl 2026: Michaela Geierhos
Die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (HiKo) hat am 4. März 2026 Michaela Geierhos zum ausserordentlichen Mitglied gewählt.


Neuerscheinungen

Titelei, Band XX/1: Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Sechste Abteilung, Teil 1,…

Titelei, Band XX/1: Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Sechste Abteilung, Teil 1, die Reichsversammlungen: 1455-1458. Bearb. von Gabriele Annas. Berlin/Boston 2026. 945 S., EUR 210,00, ISBN 978 3 11 156034 2
Im unmittelbaren Anschluss an die drei sogenannten Türkenreichstage in Regensburg, Frankfurt am Main und Wiener Neustadt (1454/55) wurden in den Jahren 1455 bis 1458 in Frankfurt am Main und Nürnberg in dichter Folge mehrheitlich kurfürstliche Versammlungen abgehalten, die sich den zentralen reichspolitischen Themen jener Zeit widmeten. Die kurfürstlichen Bemühungen um eine reformatio sacri imperii wurden hier ebenso thematisiert wie die gravamina der Deutschen Nation gegenüber der römischen Kurie und dem Papsttum, weitere Beratungen über den Kampf gegen das Osmanische Reich Sultan Mehmeds II. ebenso geführt wie Verhandlungen über eine militärische Unterstützung des Deutschen Ordens gegen König Kasimir IV. von Polen und den Preußischen Bund.

Schriftenreihe Band 117: Von Sabine Mangold-Will und Ute Planert, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen…

Schriftenreihe Band 117: Von Sabine Mangold-Will und Ute Planert, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2026, 292 Seiten, 11 s/w Abb., geb. EUR 60,00.ISBN: 978-3-525-30353-5
Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs schien das »Jahrhundert der Monarchie« an sein Ende gekommen. Herrscher wurden gestürzt, ins Exil geschickt oder gar ermordet. Doch die totgesagte Staatsform erwies sich als erstaunlich resilient. In Westeuropa kamen volksnahe Medienmonarchien zu neuer Blüte, in Südeuropa näherten sich die Könige autokratischen und faschistischen Systemen an, exilierte Herrscher hofften auf Wiederkehr und suchten ihre Existenz zu sichern, und in Südosteuropa sollte die Gründung eines neuen Königtums gesellschaftliche Spannungen überwinden. Dieser Band nimmt in breiter europäischer Perspektive die Transformation der Monarchie in der Zwischenkriegszeit in den Blick und macht das ganze Spektrum unterschiedlicher Handlungsmöglichkeiten deutlich.
Neuer Podcast: „Weißer Dress mit braunen Flecken?“. Die Aufarbeitung der NS-Zeit in Biografien von Sportlerinnen und Sportlern. Ein sporthistorisches Gespräch
Sportlerinnen und Sportlern wird Vorbildcharakter auch bei sozialen und ethischen Themen zugeschrieben. Sie sind gesellschaftsprägende Idole. Deshalb werden ihre Biografien verstärkt in NDB-online berücksichtigt. Dabei wird der Fokus nicht auf die sportlichen Leistungen verengt. Es gilt, v. a. Sportlerinnen und Sportler der NS-Zeit, wie die in NDB und NDB-online porträtierten Helene Mayer und Gustav Jaenecke, als gesamte Persönlichkeiten in den Blick zu nehmen, um ihre soziale und politische Haltung quellenbasiert und kritisch abgewogen dazustellen.
Laura Räuber im Gespräch mit Sportjournalist Erik Eggers, Fußballexperte Markwart Herzog und Fachredakteur Stefan Jordan über die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in den Biografien von Sportlerinnen und Sportlern. Waren diese lange Zeit als weitgehend „unpolitisch“ betrachtet worden, so hat sich das in den letzten Jahren deutlich geändert. Die kritische Beleuchtung der politischen Haltung von Sportlerinnen und Sportlern zum NS-Regime stellt heute eine Herausforderung biografischer Arbeit dar, der sich im besonderen Maße lexikografische Projekte wie NDB-online stellen müssen. Dezember/2025

Gustav Jaenecke, ca. 1930, Quelle: Imago/imagebroker.

Gustav Jaenecke, ca. 1930, Quelle: Imago/imagebroker.

Helene Mayer, 1928, Quelle: Imago/TT.

Helene Mayer, 1928, Quelle: Imago/TT.
Die wissenschaftliche Korrespondenz des Historikers Karl Hegel. Eine digitale historisch-kritische Quellenedition. Bearbeitet von Marion Kreis und Helmut Neuhaus
Die Edition der Briefe von und an Karl Hegel (1813-1901) geht auf von Helmut Neuhaus (Erlangen) initiierte Forschungen anlässlich dessen 100. Todestages 2001 zurück. Wesentliche Impulse erhielt die Erschließung seines wissenschaftlichen Briefwechsels dann durch die Erlanger Dissertation von Marion Kreis „Karl Hegel. Geschichtswissenschaftliche Bedeutung und wissenschaftsgeschichtlicher Standort“ (2012). Ermöglicht wurde das Vorhaben der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (HiKo) schließlich durch eine großzügige DFG-Förderung (2017-2023). Die rein digitale Edition entstand in einer von der Historischen Kommission hierfür angepassten Version des Oxygen XML Editors (Matthias Reinert/Maximilian Schrott).
Jahresbericht 2024
Der Jahresbericht 2024 ist erschienen.



